Plastische Chirurgie bei Kindern

Natürlich gibt es auch bei Kindern eine eine konstruktive, plastische und ästhetische Chirurgie. Dabei handelt es sich in der Regel um medizinisch indizierte Eingriffe die weniger aus eitlen, als aus funktionalen und lebensverbessernden Maßnahmen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde werden die meisten plastischen Eingriffe bei Kindern von den Krankenkassen übernommen. In der Regel sollen funktionelle Einschränkungen entstellende Missbildungen des Körpers durch die plastische Chirurgie im Kindesalter korrigiert werden. So soll gewährleistet werden dass Kinder sich bis ins Erwachsenenalter normal und altersgerecht, sowie psychisch und körperlich entwickeln können.

Diese Art der plastischen Chirurgie an Kindern stellt für den Operateur eine besondere Herausforderung dar. Hierzu muss dieser über entsprechend ausreichende Erfahrung und eine fundierte Ausbildung verfügen. Insbesondere ist es für die Eltern, oft sehr schwer, sich für einen geeigneten plastischen Chirurgen zu entscheiden. In den meisten Fällen gilt als größtes Auswahlkriterium die Häufigkeit mit welcher der entsprechende plastische Chirurg den bevorstehenden Eingriff bereits durchgeführt hat. In der Regel können Ärzte auch Bildmaterial vorweisen, um Eltern ein besseres Verständnis der Ergebnisse nach der Operation vermitteln zu können. In jedem Fall, sollten sich Eltern im Vorfeld von einem fachkompetenten Arzt ausreichend beraten lassen und sich dementsprechend für einen ausgewiesenen Fachmann entscheiden.

Typische Operationen der plastischen Chirurgie bei Kindern

Die typischen Operationsverfahren betreffen die sogenannte Gynägomastie, abstehen Ohren und entstellende Hämangiomee und Muttermale. In der Regel handelt es sich bei abstehen Ohren um eine an geborene Ohrmuscheldysplasie. Hier hat sich in aller Regel die sogenannte Anthelixfalte des Ohr Knorpels nicht gebildet. Manchmal liegen auch zusätzliche Missbildungen des Ohres vor. Diese gilt es dann mit speziellen Operationsverfahren innerhalb der plastischen Chirurgie zu korrigieren. Es gibt Kinder die mit großen und teilweise behaarten Muttermalen, Hämangiomen und Feuermalen geboren. Normalerweise sind diese Fehlbildungen vollkommen harmlos und komplikationslos. Bei der Entfernung bzw. Korrektur dieser Fehlbildungen, handelt es sich in der Regel ausschließlich um ästhetische Überlegungen. So wollen Eltern ihren Kindern spätere psychosozialen Problematiken ersparen. Solche Problematiken tauchen vor allem bei Fehlbildungen im Gesicht und an den Händen auf. So werden Muttermale in der plastischen Chirurgie schlicht und einfach herausgeschnitten. Feuermale kann man heutzutage sehr gut durch Lasertherapien behandeln in der Regel bedarf es hierzu aber mehrere Therapiesitzungen welche auch nicht unbedingt schmerzfrei sind. Eine ausreichende Anästhesie macht das Schmerzempfinden jedoch durchaus aushaltbar.

Narbenkorrekturen in der plastischen Chirurgie bei Kindern

Nach Operationen, Unfällen und Stürzen kann es gelegentlich zu funktionsbedingten Narben kommen. Welche einer Korrektur bedürfen. Dies trifft besonders an Händen und im Gesicht zu. So sind auch Dekolleté und Hals sehr wichtige Areale welche durch die plastische Chirurgie korrigiert werden Narben die Übergelenke verlaufen können zu Gelenkkontrakturen und somit zu starken Bewegungseinschränkungen führen. Gleiches gilt für Verbrennungsnarben. Narben können insbesondere im Kindesalter zu Fehlwachstum und damit verbundener Fehlfunktionen führen. Vor allem auch die Nachsorge der Kinder die plastische chirurgische behandelt wurden gehört in kompetente und fachärztliche Hände.

Natürlich hat auch die plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie ihren Platz in der Kindermedizin. Medizinisch notwendige Eingriffe sind in aller Regel zu befürworten, da durch die Eingriffe eine normale psychische und körperliche Entwicklung der Kinder gewährleistet wird.